Review – Diablo 3: Massenmanipulation Deluxe

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Besitzt du Diablo 3?

Ja? Tja, dann bist du nicht allein. Mittlerweile (Stand 24.5.2012, also 9 Tage nach Release) sind es schon etwa  6,3 Millionen Menschen mit dir. Ist das nicht toll! So kannst du dich zumindest trösten, nicht der einzige Depp gewesen zu sein, der sich vom Marketing und dem unglaublichen Hype hat blenden lassen. Zumindest mir schenkt dieser Gedanke ein wenig Trost ;-)

Selten habe ich mich so verarscht gefühlt

Ich habe ja schon einige schlechte Spiele gespielt und in den letzten 12 Jahren seit Diablo II dem Vorreiter der modernen Hack&Slays sind mir natürlich auch einige schlechte Vertreter dieses Genres untergekommen. War man mal wieder an eine solche Gurke geraten und ein Freund teilte dieses Schicksal, so musste früher oder später im Gespräch der folgende Satz fallen:

“Wann kommt eigentlich endlich Diablo 3?”

Das Gespräch nahm von diesem Zeitpunkt an, je nach aktuellem Jahr, unterschiedliche Ausgänge:

2002-2004: “Tjaaa- da hab ich noch nichts von gehört… im Moment ist Blizz doch angeblich mit so nem MMO für Warcraft beschäftigt…”

2005-2008: “Alter, die Jungs bei Blizzard verdienen sich gerade den Arsch wund mit WoW, die liegen bestimmt irgendwo in der Karibik und schlürfen Cocktails.” – “*lach*”

Mai 2008: “Alter, Blizz hat Starcraft 2 angekündigt, auf Diablo können wir bestimmt noch 3 Jahre warten…”

Juni 2008: “DIABLO 3 ist angekündigt!! YAY!!” – “Ey Mann, freu dich nicht zu früh, die brauchen eh noch min. 1 1/2 Jahre…”

2009-2010: “Scheiße, immer noch nix neues… -.-” – “O_o”

Juli 2010: “Kein Plan Mann, aber Stracraft 2 ist voll geil! XD”

August 2010: “Ey, ist mir mittlerweile echt egal, wahrscheinlich gleich nach dem Duke .*seufz*  Und Starcraft 2 hab ich auch schon satt.”

Soviel dazu… ihr merkt schon das ganze durchlief den kompletten Zyklus der Vorfreude von heißer Erwartung bis hin zu Resignation. Und dann vergingen noch einmal 2 Jahre… Der Duke war mittlerweile TATSÄCHLICH erschienen (wer hätte denn damit noch gerechnet?!) und Diablo 3 war wirklich im Anmarsch. Mit Screenshots, ersten Gameplay-Videos und einer recht exklusiven Closed-Beta. Und die Reaktionen bei mir und meinen Kumpels waren in etwa:

“Joa, sieht aus wie ein Diablo…” – “Ein bisschen bunt, nicht?” – “Findet ihr die Texturen nicht auch irgendwie verwaschen?” – “Was is’n Hexendoktor?!” – “Was, kein Nekro?” – “Items für ECHTES GELD?! Was’n Scheiß!” usw. usf.

Ich war mittlerweile ziemlich überzeugt davon mir das Spiel nicht zu holen, bis ich nicht eine halbwegs ordentliche Wertung bei 4Players gelesen hatte. Und trotzdem:

Am 15. Mai um 0:03 hielt ich meine Kopie in den Händen. Wie konnte es dazu kommen?

Gruppenzwang

…muss ich ehrlich gestehen. Einer meiner besten Freunde hatte am 14ten Geburtstag. Ebenfalls als ein großer Hack&Slay-Enthusiast wünschte er sich- natürlich: die Diablo 3 Collectors Edition (inkl. u.a. eines schwarzen Kunstharz-Diabloschädels mit Seelenstein-USB-Stick in der Stirn).

Das Problem: woher nehmen, wenn nicht stehlen? Vom Preis einmal abgesehen (stolze 90€), war die Collectors Edition bei allen üblichen Quellen (div. große Online-Händler und die lokalen Vertriebe) schon seit Wochen vorverkauft/-reserviert.

Also- für spontane Aktionen stets zu haben- ich, mit einem weiteren Diablo-Enthusiasten (einem gemeinsamen Freund des Geburtstagskindes), ab zum Saturn in Oldenburg. Jep- genau: Oldenburg. 1,5 h hin, 1,5 h zurück, ~ 30 € Spritkosten. Für zwei Sammler-Ausgaben (für meine Freunde) und eine normale für mich (zum Vorteilspreis meiner Spritkosten).

Wir haben es also mittlerweile 2 Uhr morgens, die Server sind nach dem Initialzusammenbruch tatsächlich erreichbar und ich kann spielen. Und das Ergebnis- leicht ernüchternd.

Es sieht nicht wirklich schön aus im ersten Akt von Diablo 3… und es spielt sich leider VIEL zu leicht und recht abwechslungslos. Nach Problemen im Spiel werde ich rausgeschmissen, komme nicht mehr ins europäische battle.net und zocke abwechselnd isoliert auf dem amerikanischen, bzw. asiatischen Pendant.

Mit Fortschreiten des Spiels in den zweiten Akt lerne ich das fein ins Spiel eingeflossene Artwork der exzellenten Künstler zu schätzen, die mit den Texturen betraut waren, lerne mehr Skills für ein interessanteres Gameplay und freue mich über eine nicht sehr originelle aber durchaus motivierende Story.

Und dann raffe ich, wie man seinen Charakter in Diablo 3 aufzubauen hat und die ganze schöne Fassade bröckelt dahin. Mehr und mehr Steine fallen und am Ende sehe ich mich einem riesigen Trümmerhaufen wieder, der einmal das Spiel des Jahres 2012 2008 hätte sein können und kann ihn nicht mal auf dem nächsten Flohmarkt verscherbeln. Aber eins nach dem anderen:

Die Charakterentwicklung

Sauer stieß mir ja schon von vornherein auf, dass ich nach dem, durch eine epische Lichtexplosion um meinen Charakter angezeigten Stufenaufstieg, nicht selbst Hand anlegen und entscheiden durfte, welche Attribute (Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz, Vitalität) um wieviele Punkte steigen sollten und (viel schlimmer) welche Fähigkeiten er erlernen sollte.

Sämtliche Attributpunkte in Diablo werden automatisch verteilt (was eine gezielte “Züchtung” einer bestimmten Art von Charakter unmöglich macht).

Skillpunkte wurden komplett entfernt und die Fähigkeiten werden ab bestimmten Levelstufen freigeschaltet und können jederzeit nach Belieben geändert werden.

Schön und gut soweit. Fragen wir einmal unschuldig, welche Gründe Blizzard wohl für diese Designmaßnahmen gehabt haben mag.

Keine Attributpunktverteilung mehr- bedeutet: Der Spieler kann keine Punkte mehr “falsch”, bzw. möglicherweise “suboptimal” verteilen. Toll nicht? Und es kommt noch besser: Dies läuft bei den Skills genauso ab: nie mehr einem verschwendeten Skillpunkt nachtrauern, der einen von dem “optimalen” Schnittmuster-Helden trennt- Nein, es kann so jederzeit kostenfrei umgeskillt werden. Ist das nicht ein Segen???

NEIN! Denn durch diesen kleinen aber feinen Eingriff hat Blizz direkt und indirekt einige der Features aus Diablo  2 entfernt, die es für Spieler über die Grenzen des normalen Hack&Slays interessant gemacht hat.

Die Erstellung deines persönlichen perfekten Charakters, bzw. der Weg dorthin. In der Argumentation für die Umsetzung dieses Schrittes wurde der aktuelle Stand von Diablo 2 genannt, also mittlerweile 12 Jahre nach seinem Release. Es war die Rede von dem Zwang sich online über die möglichen Ausbauweisen seines Charakters zu informieren, eine zu wählen und diese dann nach Plan bis zum Ende durchziehen zu müssen.

Dabei wird jedoch vergessen, dass diese etwa 2-4 möglichen optimalen Varianten pro Charakterklasse Teil eines sehr subtiles Gamedesignelement waren, das den ohnehin schon motivierenden Langzeitspielspaß von Diablo 2 durch die allseits bekannte “Itemsammelwut”, um ein vielfaches erweiterte- nämlich um den Faktor sich einen Helden nach den eigenen Vorstellungen, Wünschen und der persönlichen Spielweise zu züchten, der in Zukunft vielleicht eine neue “Variante” dieser Charakterklasse bilden könnte.

Hier wurde der Spieler motiviert versteckte Kombinationen in der Spielmechanik zu finden. Ein ziemlich geniales Stück Spieldesign, wenn man einmal darüber nachdenkt- ein Spiel im Spiel. Aber naja, das war ja auch Prä-WoW.

In Diablo 2 LOD hab es etwa 30+ verschiedene Charaktere, die man spielen konnte- Diablo 3 sind es fünf.

Fette Beute…

…zu machen war schon immer einer großen Reizfaktoren von Diablo. Es handelt sich dabei um eine grundliegende Spielmechanik, die den Spieler durch das Finden von “besonderen” Gegenständen dazu motiviert weiterzuspielen.

Wer die Vorgängerteile gespielt hat, kann sich vielleicht erinnern, dass das Beutesystem von Diablo 2 in etwa so gestaffelt war:

Graue Gegenstände fand man mäßig häufig. Sie repräsentierten meist beschädigte oder minderwertige Ware und man rüstete seine Figur allenfalls ganz zu Beginn des Spiels mit ihnen aus und das auch nur aus Mangel an jeglicher Ausrüstung überhaupt. Entweder man ließ sie gleich liegen oder verkaufte sie für ein wenig Gold.

Weiße Gegenstände waren von normaler Qualität. Man fand sie häufig, stopfte sich sein Inventar mit ihnen voll und rannte später mit vollen Taschen zum Händler und verscherbelte das meiste. Auch im späteren Spielverlauf legte man sie gelegentlich noch an, wenn sie über besonders hohe Rüstungs- oder Schadenswerte verfügten.

Gesockelte Gegenstände fanden sich seltener als weiße, konnten jedoch mit Edelsteinen bestückt werden und somit je nach Gusto verfeinert werden. Ein gesockelter Edelstein konnte jedoch später nicht mehr entfernt werden und somit wurden “gebrauchte” Items (inkl. des eingesetzten Steins) mit Voranschreiten des Spiels nutzlos und man musste sich nach Ersatz umschauen.

Blaue Gegenstände waren mit Magie verzaubert und wurden meist nur von besonderen, magischen Gegnern fallen gelassen. Aus ihnen setzte sich im späteren Spiel zumeist die gesamte Ausrüstung zusammen, da sie über äußerst nützliche Effekte verfügen konnten, die den Spielercharakter verstärkten.

Gelbe Gegenstände stellten besonders mächtige magische Waffen dar, die ihren blauen Pendants deutlich überlegen waren. Sie wurden deutlich seltener als blaue Gegenstände von toten Feinden fallen gelassen und begleiteten ihren Besitzer auf Grund ihrer Mächtigkeit oft über viele Stufen.

Grüne Gegenstände waren Set-Gegenstände, die -ähnlich mächtig wie gelbe- zusätzlich die Möglichkeit boten noch stärker zu werden, sollte man einen weiteren Gegenstand des Sets finden und ausrüsten. Sie waren noch seltener als gelbe Gegenstände.

Goldene Gegenstände (auch einzigartige Gegenstände genannt) stellten epische Waffen der Welt Sanktuarios dar und wurden (zusammen mit den Set-Gegenständen) nicht zufallsgeneriert. Sie ließen sich SEHR selten finden (ich fand in meiner gesamten Diablo 2 Spielzeit gerade einmal 2-3).

ZUSATZ: Edelsteine. In Diablo 2 gab es 5 Edelsteinqualitätstufen. Aus jeweils 3 Edelsteinen einer gleichen, niedrigeren Stufe konnte man 1 Edelstein der jeweils höheren Stufe erstellen.

All diese Gegenstandstypen finden sich auch in Diablo 3 wieder, allerdings wurden einige stark spielverändernde Entscheidungen getroffen, die dem alten Prinzip seinen Charme genommen haben:

  • Das Geld liegt (wortwörtlich) auf der Straße- und das mittlerweile in solchen Mengen, dass es dem Spieler (oder besser: seiner Maus) nicht mehr zugemutet wird es manuell aufzusammeln, sondern die Spielfigur einfach nur noch darüberlaufen muss.
  • Edelsteine habe nicht mehr 5 sondern 14(!) Qualitätsstufen. Das bedeutet man benötigt nicht mehr 81 Edelsteine der geringsten Stufe um einen der höchsten herzustellen, sondern 1.594.323… ja, GANZ RICHTIG: etwa 1,6 Mio. Edelsteine. O_o
  • Normale, weiße Gegenstände sind praktisch nichts mehr wert. Sie einzusammeln bedeutet Inventarplatz zu vergeuden.
  • Blaue Gegenstände findet man mittlerweile VIEL häufiger. So häufig, dass ich schon oft mein Inventar mit ihnen zugestopft fand.
  • Gelbe Gegenstände findet man ebenfalls extrem häufig. In etwa im Verhältnis 7 : 1 zu blauen Gegenständen und auch nicht mehr nur von besonderen Gegnern. Ich fand in Diablo 3 bereits einen gelben Gegenstand an einer herumliegenden Bauernleiche!
  • Gelbe Gegenstände sind viel swächer geworden. Oft ist es sogar sinnvoller statt ihnen ein blaues Item auszurüsten. Traurig dafür, dass sie einmal etwas besonderes waren.
  • Selbst bei klassenspezifischen magischen Items gibt Verzauberungen, die offensichtlich der Zielgruppe nichts nützen, ja, sie sogar schwächen, verglichen mit klassenunspezifischen Gegenständen der selben Stufe
  • Es gibt keine Attributvorraussetzungen mehr für Ausrüstungsgegenstände. Das bedeutet, das ein hühnerbrüstiger Magier mit einem riesigen Zweihandschwert herumrennen kann, solange er die nötige Stufenvorraussetzung erfüllt.
  • UND ER SOLLTE ES SOGAR! Denn der Zauber- und Fähigkeitsschaden ist in Diablo 3 (als Konsequenz der fehlenden Möglichkeit zu skillen und seinen Charakter über Attributpunkte zu entwickeln) KOMPLETT an den Waffenschaden gebunden. Und ein fetter Zweihänder ist nunmal ein -bisschen- schadenskräftiger als ein läppischer Zauberstab. Da werden die Zauber gleich doppelt so FETT!…. W T F????
  • Blaue, also magische Gegenstände müssen GAR NICHT mehr identifizert werden (bei den hohen Drop-Raten wäre der Schriftrollenverbrauch auch wirklich immens) und gelbe, also besondere magische Gegenstände können von ihrem Finder per einfachem Rechtsklick und einer Wartezeit von 2 Sekunden identifiziert werden.
    Das lief wahrscheinlich so ab bei der Entwicklung:
    Dev: “So, wir haben jetzt erstmal die Dropraten von allen magischen Items so richtig hochgeschraubt! Ganz, wie die Jungs in den Anzügen es gesagt haben”
    Tester: “Muähh!! Jetzt muss ich mittlerweile 5 Folianten voll Identifikationsschriftrollen mit mir rumschleppen, damit ich noch halbwegs klarkomme!”
    Dev: “Hm… ist ja auch irgendwie scheiße, na… dann nehmen wir das Identifizieren doch einfach komplett raus!!”
    Tester: “Muähh!! Jetzt hab ich aber gar nich mehr den schönen Überraschungs-Ei-Effekt beim Finden von gelben und blauen Gegenständen! Das is ja voll doof…!”
    Dev: “Hm… dann können halt jetzt alle Charaktere irgendwie (Magie und so) Items identifizieren, aber damit das einen nicht vom Schlachten abhält tut das nur bei den gelben Not. Hm… gelb sind ja eh das neue blau. Von daher…”

Die Konsequenzen

sind, dass wir in Diablo 3 einige äußerst skurrile Fakten über die Welt Saktuario erfahren:

  1. Anscheinend wurde Sanktuario aufgrund eines äußerst wichtigen Abkommens wie SOPA nicht vor Produktpiraterie und billigen Axt-, Schwert- und Rüstungsfälschungen aus den kommunistischen Arbeitslagern der Hölle geschützt. Ein durschnittliches Einhandschwert ist mittlerweile so viel wert sie ein Zahnstocher.
    Und wer würde sich schon die Mühe machen durch die Welt zu laufen, einzelne Zahnstocher zu sammeln und sie zu Pfennigbeträgen zu verscherbeln?
  2. Daher sind magische Markenprodukte das A und O in Sanktuario. Von den modischen Möglichkeiten der Färbeindustrie (babyblau ist die neue Sommertrendfarbe für Barbaren) einmal abgesehen gilt in Sanktuario strikt:
    Kleider machen Leute!
    Wenn du keine Klamotten trägst, die dir mindestens 400 Punkte auf dein Primättribut geben, wirst du aber eine ganzte Weile abhängen an den paar Skelettkriegern und ohne Set-Rüstung darfst du dich eh nicht in die Schule trauen.
    Aber zum Glück kann man sich das alles (mit dem nötigen Taschengeld) ja kaufen ;-)
  3. Jeder- ja, absolut jeder, sogar der dümmste Barbar kann einem Gegenstand sofort ansehen, welche magischen Fähigkeiten er inne hat. Und wenn das nicht auf Anhieb klappen sollte (was nicht wirklich mit der Mächtigkeit des Gegestandes zusammenhängen muss) reicht kurzes zweisekündiges konzentriertes Starren auf das gute Stück und schon gehts weiter.
  4. Weiter? Womit den eigentlich? Na, mit arbeiten! Die Regierung von Sanktuario hat es nämlich geschafft, die Arbeitslosigkeit ein für alle mal zu besiegen indem sie alle Einwohner (von kleinen Mädchen bis hin zu Nationalhelden, die die Welt bereits mehrmals(!) vor dem Untergang gerettet haben) zu selbständigen Unternehmern in den Bereichen Groß- und Außenhandel, Börsenmaklerei und Auktionswesen erklärt und allein zu diesem Zweck ein internationales Auktionshaus geschaffen hat. Am kapitalistischen Wesen soll die Welt genesen!
  5. Das Geld liegt auf der Straße- warum auch nicht? Bei der heftigen Inflation kann sich ja auch eh keiner mehr etwas davon kaufen. :-D
  6. Der OTTO-Katalog hat jüngst in einer Kundenumfrage zum beliebtesten Magieraccessoire das Zweihandschwert zum Magier-Top-Item 2012 gekürt.
    Hier ein Model des Katalogs, das sich bemüht das Schwert anzuheben:

    Diablo 3 Magierin mit (einem noch recht kleinen) Zweihandschwert. Quelle: http://www.diabloiiiblog.com
  7.  Ein am besten gehütete Geheimnis der Menschen in Sanktuario ist, dass es sich bei ihnen eigtl. gar nicht um Menschen handelt, sondern um Regenwürmer, deren komplette Persönlichkeit sich -inklusive aller persönlichen Fähigkeiten- komplett über ihre Kleidung und Accessoires definiert.
    Zieht man sie aus so gleichen sie sich wie ein Haar dem anderen und selbst die epischsten Helden, die schon nahezu Göttern gleichen, kommen gegen ein paar lahme Zombies schwer ins Schwitzen.

    Earthworm -Jim. Quelle: http://www.nintendo-power.de
  8. Sanktuario sollte eigentlich eine wunderschöne Welt sein- das fing schon vor über 20 Jahren an:
    Damals wurde nämlich Diablo der Herr des Schreckens (Lord of Terror), also die Inkarnation des Schreckens auf Erden getötet. Eine Welt ohne Schrecken. Ist das nicht großartig? Nur… leider kam er wieder.
    ALSO- wurden danach von Helden erst seine Kumpels Qual (Andariel), Schmerz (Duriel), Hass (Mephisto) und dann er selbst (noch einmal- und: wie in allen guten zweiten Teilen “jetzt erst richtig!”) umgenietet.
    Und dann wurde sogar noch die Zerstörung selbst zerstört (Baal). OVERKILL!
    Fassen wir also zusammen: Sanktuario war darauf frei von Qual, Schmerz, Hass, Zerstörung und doppeltfrei von Terror/Schrecken . Klingt für mich nach:
    ABER MOMENT! Es verbleiben ja noch Lügen (Belial) und Sünde (Azmodan) – so darf das nicht bleiben.
    Also: Auf zur Endschlacht in Teil 3 und der Terror ist auch wieder dabei… und wennweil es zu leicht war, einfach nochmal (Albtraum) und nochmal (Hölle) und nochmal (Inferno).Wenn ich mal so darüber nachdenke… das Ausradieren aller Übel der Welt… 20 Jahre erfolgloser Kampf gegen den Terror… Hyperkapitalismus und Abzocke durch Großkonzerne… Gehirnwäsche durch Medienkampagnen und virales Marketing……wie könnte wohl die Flagge Sanktuarios aussehen…?
    har har…

Virtuelle Inflation und realer Profit

Als ich das erste Mal hörte, dass es in Diablo 3 ein “Echtgeldauktionshaus” geben sollte, konnte ich es zuerst kaum glauben. Ich dachte mir, ist diese Abzocke nicht zu offensichtlich? Wird das Ding nicht total von Chinafarmern geflutet? Nimmt man damit dem Spiel nicht den Aspekt, ein -nun ja- “Spiel” zu sein? Denn immer wenn ich etwas mit der Intention tue um Geld zu verdienen, dann verstehe ich das als Arbeit. Auch eigentliche Spiele werden so zu Arbeit, wie wahrscheinlich jeder professionelle Pokerspieler bestätitgen kann.

Nur würde ich nie wollen, dass ich Diablo als Arbeit in meiner Freizeit betreiben würde- das klingt einfach irgendwie falsch. Zudem: Während man bei anderen “spielerischen” Arbeiten, wie dem o.g. professionellen Poker gegen menschliche Kontrahenten in einem Spiel mit recht viel Tiefe und Spannung antritt, so spielt man bei Diablo i. d. R. allein oder kooperativ gegen die (recht minderbemittelte) KI und was die Spannung dieser Kämpfe betrifft… nun ja- dazu komme ich noch.

Denken wir doch einmal über die Gründe für ein solches Auktionshaus nach und befassen wir uns mit seinen Möglichkeiten:

Die Gründe dafür liegen liegen eigentlich auf der Hand – wer nicht überlegen mag, kann sich die Jungs von Blizzard auch gerne zu dem Thema anhören.

  1. Damit lässt sich Geld machen.
  2. Damit lässt sich Geld machen.
  3. Damit wurde sogar schon reichlich Geld gemacht und wir übergehen (ganz wie im Drogengeschäft so üblich) den Mittelsmann (eBay) und dann…
  4. … lässt sich damit Geld machen.

Die Möglichkeiten sind natürlich erstaunlich; jeder der jetzt in seinem Singleplayer-Spiel nach 30 Stunden schon 10 Kilotonnen Gold und mehr gelbe Items als das Inventar aller seiner Charaktere + Truhe fassen kann gesammelt hat, kann diese jetzt an seinen nächsten… verticken.

Dabei ist -natürlich- ein kleiner Obulus an schwer beschäftigten Organisator dieses kleinen Handels zu zahlen… der gerade einmal läppische 15% eines jeden Handelsgeschäfts ausmacht. Warum ich schreibe “eines jeden”? Nun ja: so etwas wie “charaktergebundene” Gegenstände, wie in World of Warcraft gibt es ja aus mysteriösen Gründen in Diablo 3 nicht- und wer will schon seine alte Axt für 5 € behalten, wenn die neue noch besserere doch schon wieder 6 € kostet…

Ach ja – ich habe gerade ganz vergessen, wer diese virtuellen Handelsgüter eigentlich herstellt…  in beliebigen Mengen… (zu welchem Preis eigentlich? :D )

Da hat jemand die alten 4chan-Regeln zur Gewinnmaximierung um den fehlenden zweiten Schritt ergänzt:

  1. Make a mediocre Hack & Slay game.
  2. ??? Advertise the shit out of it, get millions of sales, implement a real money auction platform and let the people sell virtual shit (virtual, like: not existent in reality) to each other with a 15% charge.
  3. $$$ PROFIT $$$

Wie man ein echter Held Sanktuarios wird

ist eigentlich recht leicht zu erlernen. Erster Schritt: Kenne deine Charakterklasse! Nur wenn du ihre Stärken und Schwächen meistern kannst, kannst du den Herren der Hölle des Terrors besiegen.

Zweiter Schritt: Begib dich auf deine persönliche epische Queste um dem Bösen der Welt den gar auszumachen dir die Taschen mit mächtigen Artefakten Schrott vollzustopfen, den du benötigst verramschst um dein nahezu unmöglich erreichbares pisseinfaches Ziel zu erreichen.

Auf deinem Weg werden dich viele Gefahren und Hindernisse beabsichtigte Logouts zum Auktionshaus und noch mehr unbeabsichtigte durch Server-Shutdowns erwarten. Doch verzage nicht, denn wenn du ein Meister deiner Fertigkeiten geworden bist und das anspruchsvolle Regelwerk hinter der ausgeklügelten und individuellen automatischen Anpassung deines Charakters verstanden hast, wird dir der Pfad klar und du erkennst: Es gibt ganze vier drei zwei ein Attribut, dass über deinen Erfolg bestimmt.

Dritter Schritt: Nachdem du dein hart erbeutetes hinterhergeworfenes Gold nun für Ausrüstungsgegenstände höchster Macht STR, INT o. GES-Boni ausgegeben hast, deine Waffen mit Blut getauft Rubinen beklebt und für die nächsten Äonen etwa fünf Stufen der mächtigste Held ganz Sanktuarios sein dürftest, stürzt du dich in die Schlacht und erfreust dich an Heerscharen von Gegnern einigen verstreuten Unholden, die du in riesigen RIESIGEN Arealen aufspüren und in harten, fordernden Sekunden andauernden Kämpfen- immer glühender Stahl gegen Stahl Butter- niederringenmetzeln und um ihre funkelnden Schätze wertlose Scheiße erleichtern darfst.

Das Fazit

Diablo 3 ist ein spielerisch mittelmäßiges Hack & Slay, das im Vergleich zu modernen Genrevertretern an einigen Stellen recht angestaubt wirkt aber durch schönes Artwork (wenn schon nicht durch eine schöne Engine) punkten kann. Es ist (größtenteils) bugfrei und es lassen sich mit Freunden sicher einige schöne Stunden online Monster schlachten.

Diese Metzelidylle kann jedoch nicht über grobe Fehler im Gamedesign, die schamlose Verarschung der Kunden durch Mutation eines eigtl. Singleplayerspiels zu einem Always-Online-DRM-Möchtegern-MMO, deutliche Rückschritte zum Vorgänger und den viel zu leichten (nicht überspringbaren) Schwierigkeitsgrad “normal” hinwegtäuschen.

Das globale Abzocksystem eines Echtgeldauktionshauses, die fehlende LAN-Funktion, sowie spielspaßtrübende Serverschwächen von Blizzards Seite bilden lediglich den krönenden Abschluss dessen,  an das viele sich vermutlich nur als den größten Fehlkauf des Jahres 2012 erinnern werden.

Daher die Wertung:

1 von 5 möglichen Sternen

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16 Responses to Review – Diablo 3: Massenmanipulation Deluxe

  1. Ines says:

    Hey! Ich muss zwar zugeben, dass ich nicht den ganzen Post gelesen habe, werde das ganze aber an meine bessere Hälfte weiterleiten, der auch schon auf Diablo3 geschielt hat ;)

    Liebe Grüße Ines

  2. Zoff says:

    dein beitrag spricht mir aus der seele, ich habs vor 19 jahren generdet und fands super, vor 12 jahren und fands unglaublich (immer seiner zeit vorraus), aber die III war nach dem ersten eckdaten-release für mich gegessen.
    mir wurde der account von “gildis” angedreht, obwohl ich aus intuition das spiel nicht anrühren wollte, und meine befürchtungen wurden weit übertroffen.
    die umsetzung ist einfach grauenhaft, was soll ich noch mehr sagen, dein post ist wort in gottes ohr.

  3. Silvi says:

    Hallo!
    Da du mich ja so lieb darum gebeten hast,werde ich natürlich ein Kommentar zu deinem review schreiben, auch wenn ich dafür gerade unglaubliche (Ja es ist wirklich so!) Mühen in Kauf nehmen musste.Erklär ich dir mal genauer irgendwann. Aber nun erstmal zu dem Kommentar.
    Also wie fang ich an? Am besten damit wie meine Einstellung zu Diablo 3 war, bevor ich es das erste Mal gespielt habe. Denn wie man an deinem review merkt kann schon diese Meinung das Spielerlebnis deutlich beeinflussen.
    Es ist nun schon einige Zeit her, als ich die ersten gameplay-trailer von dem Spiel sah, als du sie mir gezeigt hast und naja…ich fand sie okay…damals fand ich die Grafik bombastisch aber ansonsten wars für mich eigentlich auch nur ein Spiel wie viele andere auch. Der Vorgänger Diablo 2 ist für mich eine Erinnerung daran, wie wir gemeinsam tagelang in deinem Zimmer an unseren Pcs saßen und so viel Spaß hatten, obwohl wir beide nur zu gut wussten wie schlecht ich doch war! :D
    Als ich wusste das Diablo 3 wirklich erscheinen würde, gab es einen Teil in mir der sich einfach genau dieses Gefühl zurückgewünscht hat, wie es war wenn ich mit meinem großen Bruder spielen konnte. Das war es was ich wollte, obwohl mein Spielegeschmack sich doch deutlich in andere Richtungen entwickelt hatte. Trotzdem glaube ich nicht,dass ich mir normalerweise das Spiel sofort gekauft hätte.
    Aber es kam natürlich ganz anders.
    Da ich ja WoW spiele (Ah! Öffentliches Outing! :O )erfuhr ich von dem Jahrespass, bei dem man unter anderem mit der Verpflichtung ein weiteres Jahr für wow zu bezahlen, Diablo 3 gratis erhalten hat. Also naja,ich konnte nicht anders, da mir eh klar war dass ich noch einige Zeit wow spielen würde, konnte ich ja auch gleich die Chance nutzen Diablo 3 kennenzulernen.
    Hätte ich doch zu dem Zeitpunkt gewusst was für eine nervige Zeit auf mich zukommen würde…
    Aber erst mal zu deiner Aktion.Du bist nach Oldenburg gefahren?! Nur für ein Spiel?? Da hätte ich ja wirklich nicht den Enthusiasmus für gehabt. Du bist ja so ein nerd… ;)
    Bei mir war es so,das ich am 14.5 ab ca 17 Uhr anfing das Spiel erstmal runterzuladen,und es dauerte und dauerte und dauerte… aber so gegen 22 Uhr wars es endlich Zeit zum Installieren, dachte ich. Aber falsch gedacht, da ich leider angenommen hatte, dass wenn in dem Downloadfenster steht,dass der Download beendet ist, der Download auch wirklich zu Ende ist! Doch leider fehlten wohl noch ein paar Dateien und ich konnte den Downloader noch einmal starten. -.- Nach dem Installieren, welches natürlich eine weitere Stunde für sich beanspruchte, dachte ich doch tatsächlich ich würde um kurz nach Mitternacht in den Genuss kommen das Spiel wenigstens mal zu sehen. Nach ein paar Einloggversuchen verfluchte ich den ganzen Scheiss und widmete mich erstmal einer Runde wow. :D So um 3 Uhr wurde meine Neugier allerdings zu groß und ich musste es einfach nochmal versuchen. Und siehe da, ich kam tatsächlich ins Spiel!
    Ich spielte und ich hatte Spaß. Den Schwierigkeitsgrad fand ich angenehm ,(bei den meisten anderen bedeutet das es ist zu leicht…viel zu leicht) ich kam ohne größere Prebleme gut durch die verschiedenen Akte. Nur bei den jeweiligen Aktendgegnern fragte ich um Unterstützung, da es für mich leider unmöglich war mit meiner Wohnheiminternetverbindung aus irgendwelchen dämlichen Bodeneffekten rauszulaufen.Apropos Bodeneffekte ich empfand die Grafik echt grausam…okay ich musste das Spiel mit den niedrigsten Einstellungen spielen, damit ich mich halbwegs flüssig bewegen konnte. Aber dass es sooo hässlich aussehen muss. Ich gebe ja wirklich nicht viel auf diesen ganzen Grafikhype, hauptsache es ist nicht ultramäßig verpixelt und ich hab Spaß, aber DAS sah einfach nur noch scheiße aus.
    Die Geschichte des Spiel fand ich okay, vieles vorhersehbar, aber trotzdem ganz nett…wenn auch irgendwie ein bisschen kitschig umgesetzt. Den meisten Spaß hatte ich wenn ich mit anderen zusammen gespielt habe, alleine kam ich mir leider irgendwie doof vor in diesen riesigen Labyrinthen, die sich aber trotzdem sehr ähnelten innerhalb eines Aktes.
    Zu dem System, dass man bei Stufenanstieg keinerlei Punkte an Attribute vergeben kann, und man dadurch das Spiel nur haargenau so spielen kann wie es einem vorgegeben wird hat seine Schattenseiten aber auch seine Vorteile. Das es allmählich scheinbar in allen Spielen zum Standartentwicklungsverfahren wird finde ich allerdings schade,aber ich denke es wird sich nicht ändern.
    Natürlich hab ich mich auch schon in Spielen geärgert, wo man an seinen Charakter Punkte verteilen soll, obwohl man keine Ahnung hat was hinter diesen Punkten eigentlich genau steht und der Schwierigkeitsgrad so hoch ist, das man das Spiel nicht spielen kann ohne das man auführlich über seine Mechanismen zu informieren.
    Heutzutage scheint es das allerallerallerwichtigste zu sein das die Spieler schnell ins Spielgeschehen kommen, es okay finden und möglichste schnell noch mehr Geld dafür ausgeben. Nur leider schwindet dabei die Individualität der Spiele und auch immer weiter die Qualität.
    Achja fast noch vergessen, meine Meinung zum Echtgeldaktionhaus in Diablo 3: Ist es wirklich so das Menschen da Geld ausgeben wollen? Naja wenns ihnen mehr Spaß bringt.Wie geldfixiert muss man sein wenn man so etwas entwickelt?
    Für mich ist klar geworden,dass ich nicht versuchen werde es auf höheren Schwierigkeitsgraden zu spielen,da kann ich sinnvollere Sachen mit meiner Zeit anfangen. Aber das Spiel einmal zu spielen das hat mir Spaß gemacht, egal welche Mühen ich hatte mit Download und der furchtbaren Grafik, so hatte ich doch Spaß mit Diablo 3 und das ist ja schließlich das Wichtigste!

    Danke für dein schönen review…er erklärt warum du nie mit mir gespielt hast. :( Vllt ja irgenwann… oder ein anderes Spiel ;)

    lg Silvi

    • redneptun says:

      Hi Silvi,
      danke für deinen -äußerst ausführlichen- Kommentar.
      Soviel Text, vielleicht hättest du ja Interesse Autorin in diesem Blog zu werden und über Themen zu schreiben, die dich beschäftigen.
      Ich finde ja, das Verfassen von Texten verkommt in der Zeit von Facebook zu Notizen auf einer Pinnwand mit soundsoviel aufwärts gerichteten Daumen darunter.
      War sehr angenehm zu lesen und interessant deine Sichtweise zu erfahren.

      Lg, Phil.

  4. Onkl says:

    Du sprichst mir aus der Seele!

  5. Uralter Diablo Zocker says:

    Du hast noch ein paar Sachen vergessen, die ich ergänzen würde:
    (bezieht sich auf D2+Addon)

    Grau waren die Ätherischen oder gesockelten Gegenstände.
    Orange waren die Gecrafteten aus dem Horadrim Würfel.

    Also gab es 7! verschiedene Qualitätsstufen und ausgenommen der
    gecrafteten sogar 12! nämlich von jeder noch eine Elite Stufe.

    Es gab zig verschiedene Runen die man zu unterschiedlichen Wörten zusammenfügen und Sockeln konnte. Runenwöter hatten Boni.

    Es gabe Juwelen, Diamanten, Rubine, Smaragde, Amethyst, Sapphire, Topaz und Schädel zum sockeln. Es gab bis zu 6 Sockelplätze (Waffen).
    Man konnte Items personalisieren und Sockelplätze hinzufügen.

    Es gab Debufftränke für Ausdauer Leben, Gift und Frost und mehr.
    Hier eine Liste:
    http://www.d2tomb.com/potions.shtml

    Es gab verschieden Wurfwaffen (gibts die noch in D3?)

    Es gab verschiedene Zauber (Charms) in verschiedenen Stufen.

    Questgegenstände konnte man nutzen und tragen und Craften.

    Es gab Tränke und Schriftrollen die den Char verbessert haben nach Abschluss eines Quests. Cain konnte identifizieren und es
    gab dafür auch Rollen wenn man keine Lust hatte in die Stadt zu Porten. (auch dafür gabs welche)

    Atribute der Items waren weitaus interessanter umfangreicher und und es gab Chancen auf gewisse Zauber zb 5% Chance eine Frostnova lvl 3 bei Treffer zu generieren usw. Es gab glaube (ich weiß es nicht genau) etwa 100 verschiedene Atribute die ein Gegenstand haben konnte zb Lichtradius oder Dornen, Schaden auf Untote, Boni für Skills usw.

    Bsp hier
    http://www.d2magic.com/images/d2/faithgmb2skill15.jpg

    Truhen musste man aufschließen (Glaube irgentein Char konnte die knacken? Assasin ka.)

    Es gab Schreine mit schlechten Verzauberungen (Gift, Explosion)
    (gibts die noch in D3?)

    Alles andere wurde schon überall angesprochen also Attributsverteilung Skilltree, Bossruns, Itemdrops,
    Aber da sind bestimmt noch ein Paar Sachen die ich vergessen habe.

    Ich spiele übrigens über D2SE, Reign of Shadow ,Median XL und den Zy El Mod:
    Levelcap 10.000. Mehrseiten Truhe. 10000 Craftingrezepte
    Skilllevel bis 100. Postercharms usw. Das reicht bis Diablo 5 ^^.

    Ich bin seit Diablo 1 dabei und spiele noch immer.
    MFG

    S.C.R.

    • redneptun says:

      Danke für deinen Kommentar,

      es stimmt: die Dinge, die du aufgezählt hast, hatte ich sogar noch vergessen.
      Unterm Strich lässt einfach klar sagen, dass Diablo II im Vergleich zu seinem Nachfolger das vielseitigere und anspruchsvollere Spiel ist.

      Wusste übrigens gar nicht, dass es Mods für Diablo II gibt! Ich denke, ich werde es einfach nochmal rauskramen :)

  6. huntingdevil says:

    Moin moin,

    es gibt denke ich viele Dinge aus deinem Tesxt denen ich sofort zustimmen würde vor allem als alter D1 und D2 (LoD) Liebhaber, aber ich möchte mich hier besonders mal aufs Skillsystem stürzen.

    Einerseits gebe ich dir recht, dass es schade ist seine Stats nicht mehr selbst zu verteilen aber unterm Strich erhält man zB als Zauberer die meisten Stats auf Int was man ja auch eh gemacht hätte. Aber ok ich würde es auch lieber selbst verteilen.

    Was nun aber das Skillen der Fähigkeiten angeht war ich auch anfangs sehr enttäuscht und skeptisch: Wo bleibt da die Individualität???
    Aber nach intensiven Nächten D3 bin ich zum entschluss gekommen, dass es die beste Neuerung an Diablo von allen ist. Bei D2 zB hatte man am Ende seine 1-2 maximal 3 Fähigkeiten die man dauerhaft genutzt hat und alle zuvor geskillten Fähigkeiten waren einfach viel zu schwach am Ende um sie irgendwann nochmal sinnvoll einzusetzen (da haben auch die späteren Synergien nichts dran verändert). Und jetzt? Jetzt kann man sogar seine aller erste Fähigkeit noch wieder rauskramen und nutzen weil sie mit dem Charakter zusammen besser wird.
    Und zumindest bei mir habe ich immer wieder rumprobiert bei den Fähigkeiten hab andere Kombinationen ausprobiert und für bestimmte Situationen gibt es halt eine Fähigkeitenkombination die besser ist als in einer anderen Situation und dann muss halt mal umgeswitcht werden und das finde ich persönlich echt genial.

    Ich weiß viele haben auf dem System vor allem im Vorfeld rumgehackt (inkl. mir) aber ich bin positiv davon überrascht und es bietet mir MEHR Vielfältigkeit und Individualisierung als das starre System aus D2.

    Sicherlich sieht man auch aus deinem Beitrag, dass noch viel mehr möglich gewesen wäre aber ich wollte mich hier nur mal aufs Skillsystem stürzen :)

  7. Falcon says:

    Ich hab nach einiger Weile aufgehört zu lesen… Sorry, aber da steckt viel Unsinn mit drin. Zwar ist vieles Richtig (und nur manches falsch, etwa Zweihand beim Wizard), dennoch stellt sich mir die Frage: Warum das ganze!? “Fehlkauf 2012″!? Das ist doch arg subjektiv. Ich hab mittlerweile über 200h im Spiel versenkt und bereue es nicht. Es hat sich gelohnt für mich. Ob es dich (oder mich) für Jahre unterhält ist doch etwas ganz anderes als ein “Fehlkauf”.

    Für mich war – vor allem auch wegen des Open-Beta Weekends – von vornherein schon klar, dass es ein gutes Spiel, aber kein grandioses wird. Und genauso ist es auch gekommen. Es ist gut, viel besser also manches Spiel der letzten Jahre. Aber an meinen persönlichen Favoriten der Serie, nämlich Diablo 1 (Ja, Teil 2 war schlechter!) kommt es nicht ran. Und das ganz subjektiv. Zu viele Erinnerungen verbinde ich mit dem ersten Teil als dass D3 da auch nur Ansatzweise rankommen könnte. Das mag aber eben auch nur mir so gehen. Andere empfinden das anders. Daher ist es auch unsinnig D3 als “Fehlkauf 2012″ abzustempeln. Verklärte Nostalgie könnte man das nennen.

    • redneptun says:

      Danke für deinen Kommentar.
      “Warum das Ganze?!” fragst du dich? Warum ich vom “Fehlkauf 2012″ spreche? Der Artikel sei “arg subjektiv”, schreibst du…

      Hier die Antworten:
      Ich habe den Artikel geschrieben um (wie -vielleicht- zu ahnen war) Dampf über meinen persönlichen “Fehlkauf 2012″ abzulassen.
      Dass das Ganze “arg subjektiv” geworden ist, ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass schlussendlich alle Reviews, egal von wem, immer subjektiv sind und es auch bleiben, so sehr sich ihre Autoren auch um Objektivität bemühen, sondern hauptsächlich darauf, dass es meine Absicht war subjektiv zu sein.
      Schließlich wollte ich mit diesem Artikel meine persönliche Unzufriedenheit mit diesem Spiel zum Ausdruck bringen.

      Mich freut ja, dass es anderen anders ergangen ist und dass sie sich mit diesem Rotz arrangieren konnten (wie du oben ja ausgeführt hast). Immerhin müssen diese Menschen (inkl. dir) sich nicht so ärgern wie ich ;-)

      Des weiteren fand ich es interessant zu lesen, dass du Diablo I besser findest, als Diablo II. Ich lehne mich mal -ganz- weit aus dem Fenster und behaupte, dass du damit einer ziemlichen Minderheit angehörst ;-)

      Um nicht so gemein zu sein und DAS zu “verklärter Nostalgie” zu erklären, verabschiede ich mich damit, dass ich es gut verstehen kann, dass du meine Ansichten zu D3 überzogen findest ;-)
      lg,
      redneptun.

  8. SAMP says:

    Ich glаube, falls alle Postеr und Blogger ѕo einen ѕuрег Ӏnhalt wie du іn das netz stellen würden, gaebе es so viel mеhr pasѕenԁens zu finden.

  9. earl_raven says:

    Man dein rewiew sollte auf einen der spiel magazine gedruckt werden. Es wieder spiegelt fast allen Diablo 3 spieler und du konntes dazu von paar echt geile witze reisen. bsp: ( Auf zur Endschlacht in Teil 3 und der Terror ist auch wieder dabei… und wennweil es zu leicht war, einfach nochmal (Albtraum) und nochmal (Hölle) und nochmal (Inferno).Wenn ich mal so darüber nachdenke… das Ausradieren aller Übel der Welt… 20 Jahre erfolgloser Kampf gegen den Terror… Hyperkapitalismus und Abzocke durch Großkonzerne… Gehirnwäsche durch Medienkampagnen und virales Marketing……wie könnte wohl die Flagge Sanktuarios aussehen…?)

    einfach nur göttlich.

    • redneptun says:

      Ja… Diablo 3 hat mich schon ziemlich aufgeregt. Daher wurde das Review wohl auch mit solchem Herzblut geschrieben.
      Freut mich, dass es dich unterhalten hat.

      Die Bemerkung mit den Spielemagazinen nehme ich gern als Lob auf, auch wenn meiner Meinung nach nicht mehr viel von den meisten Magazinen zu halten ist… Hier scheint man mittlerweile immer öfter für eine Werbebroschüre als für tatsächlich objektive Spieletests zu zahlen.

      Ein Spielemagazin (allerdings nur online), das ich jedoch durchaus empfehlen kann ist 4players.de.

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